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Ausstellungen im Fruchtkasten

Hauptbereich

Städtische Galerie

Seit über 25 Jahren ist die städtischen Galerie im Fruchtkasten das Markenzeichen für Kunstgenuss auf höchstem Niveau. Chagall, Warhol, Miro, Janosch - der Fruchtkasten hat sie alle schon gezeigt.

Besonders beliebt ist die Große Sommerausstellung: Das warme Licht des Sommers fällt durch die Fenster und berührt in der historischen Zehntscheuer die Kunstwerke auf eine besondere Art und Weise. Tausende Besucher lassen sich jedes Jahr Kunst und Ambiente des Fruchtkastens nicht entgehen.

Sonderausstellung im Klostermuseum Ochsenhausen - Anton Schranz: Ein Marinemaler aus Ochsenhausen

Dem Maler Anton Schranz (1769-1839) ist eine Sonderausstellung im Klostermuseum Ochsenhausen gewidmet. Der Künstler wurde vor 250 Jahren in Ochsenhausen geboren und später auf der Mittelmeerinsel Malta als Marinemaler berühmt, wo er eine ganze Künstlerdynastie begründete. Neben Bildern von Anton Schranz und seiner Söhne, die in die Fußstapfen ihres Vaters traten, zeigt die Ausstellung im Klostermuseum Ochsenhausen auch Arbeiten von Nachfahren von Anton Schranz, die bis heute auf Malta leben und künstlerisch tätig sind. Die Schirmherrschaft über die Ausstellung hat Dr. Rainer Dulger, der maltesische Honorarkonsul in Baden-Württemberg, übernommen. Die Ausstellung zum 250. Geburtstag wird am Sonntag, 21. Juli, um 11 Uhr im Ochsenhauser Klostermuseum eröffnet. Mit Prof. Dr. John Schranz aus Malta spricht dabei ein direkter Nachkomme von Anton Schranz.

Anton Schranz ist bis heute als Maler auf Malta hoch angesehen. Die 200. Wiederkehr seiner Ankunft auf der Mittelmeerinsel im Jahr 1818 wurde dort im vergangenen Jahr mit einer großen Ausstellung gefeiert. Auch sind die Bilder von Anton Schranz bis heute begehrt und werden in den renommierten Auktionshäusern Christie’s und Sotheby’s in London zu Preisen bis im mittleren fünfstelligen Bereich gehandelt.

Anton Schranz wurde 1769 als Sohn armer Bauern in Ochsenhausen geboren. Sein nicht mehr erhaltenes Geburtshaus befand sich in der Alten Straße 10 in Ochsenhausen. Anschließend verliert sich seine Spur und begegnet uns erst 25 Jahre später wieder auf der Baleareninsel Menorca. Dort heiratete er seine Frau Isabell, die ihm 12 Kinder gebar. 1817/1818 übersiedelte die Familie nach Malta. An beiden Orten war Schranz als Marinemaler tätig: Die Häfen und Schiffe der englischen Kriegsmarine waren die Hauptmotive des Künstlers, zu dessen Auftraggebern sogar der englische König zählte. Als der 70-jährige Anton Schranz am Weihnachtstag 1839 auf Malta starb, rühmte ihn die dortige Zeitung in einem Nachruf als hervorragenden Künstler mit Verdiensten um die Marinemalerei.

Doch wie kam ein Bauernsohn aus Ochsenhausen vor über 200 Jahren  nach Menorca und Malta, um dort die Royal Navy zu malen und als Marinemaler berühmt zu werden? Eine Vermutung geht dahin, dass kunstsinnige Klosterherren in Ochsenhausen das Talent des jungen Anton entdeckten und ihm ein Stipendium in Rom verschafften. Dort könnte er dann in Kontakt mit der Marinemalerei gekommen und der britischen Flotte gefolgt sein, der die beiden Mittelmeerinseln als wichtige Stützpunkte dienten. Die Marinemalerei war seinerzeit ein gefragtes Sujet und kam erst mit dem Aufkommen der Fotografie zum Erliegen.

Die Sonderausstellung zum 250. Geburtstag von Anton Schranz im Klostermuseum Ochsenhausen zeigt rund 50 Arbeiten von Anton Schranz und seiner Nachkommen. Fast alle gezeigten Bilder kommen als Leihgaben aus Malta. Die Ausstellung wird in Zusammenarbeit mit den Staatlichen Museen auf Malta und den auf Malta lebenden Nachkommen von Anton Schranz veranstaltet. Sie ist bis zum 27. Oktober zu sehen und von Dienstag bis Sonntag jeweils von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

Hier können Sie den Ausstellungsflyer herunterladen.

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